Die Führungsmethode Objectives and Key Results OKR basiert auf dem klassischen Management by Objectives (MbO). Das Unternehmen gibt ein strategisches Unternehmensziel vor, welches im Anschluss auf die einzelnen Ebenen der Organisation von Abteilungen, Teams und Personen heruntergebrochen wird. Ziele können zum Beispiel sein, Marktanteile vom Wettbewerb zu gewinnen oder ganz allgemein Umsätze zu steigern. Aus diesem Primärziel ergeben sich dann klare individuelle Ziele für jede Abteilung, deren Performance permanent auch gemessen werden kann. Man formuliert ein qualitatives Ziel (Objective), das für sich selbst steht und zur Handlung auffordert. Ein Objective ist ein richtungsweisendes Ziel mit einer emotionalen und motivierenden Funktion für Teams und Mitarbeiter. An dieses Objective knüpft man zwei bis fünf quantitative Metriken (Key Results), die eine eindeutige und unmissverständliche Bewertung zulassen.
Ein sehr guter Test, ob man nun gute und klare OKR formuliert hast, ist die OKR Formel von John Doerr: We will [Objective] as measured by [set of Key Results].
Neu ist dabei, dass hier auch visionäre und gerne auch abstrakt formulierte Ziele vorgegeben werden. Google hat ganz unbescheiden formuliert, „das Wissen der Welt zu organisieren“.
Der größte Nutzen für die Unternehmen ist, dass die Mitarbeiter und Kollegen beginnen, sich über die Auswirkungen und Ziele ihrer Maßnahmen Gedanken zu machen, anstatt sich für einen reinen Aktionismus auf die Schulter zu klopfen. Der Nachteil für einige Mitarbeiter ist, dass nun ihre Ergebnisse und damit auch Leistung stärker meßbar und vergleichbar wird.















